Radonabsaugung – Prinzip und Funktionsweise
Die Radonabsaugung ist eine bautechnische Massnahme, bei der radonhaltige Bodenluft unter der Bodenplatte abgesaugt und kontrolliert ins Freie abgeleitet wird. Welche konkrete Lösung für ein Gebäude geeignet ist, hängt von Bauweise, Untergrund und Messwerten ab.
Prinzip der Radonabsaugung
Unter der Bodenplatte eines Gebäudes kann sich radonhaltige Bodenluft sammeln. Durch einen gezielt erzeugten Unterdruck wird diese Luft abgesaugt, bevor sie ins Gebäude eindringen kann. Die abgesaugte Luft wird über eine Leitung ins Freie geführt und dort mit der Aussenluft verdünnt.
Komponenten
- Absaugpunkte: Ein oder mehrere Punkte unter oder neben der Bodenplatte, an denen die Bodenluft entnommen wird. Die Anzahl und Lage der Absaugpunkte hängt von der Gebäudegrösse und der Durchlässigkeit des Untergrunds ab.
- Ventilator: Ein dauerhaft laufender, speziell dimensionierter Ventilator erzeugt den notwendigen Unterdruck.
- Ableitung: Ein Rohrleitungssystem, das die abgesaugte Luft über das Dach oder an eine geeignete Stelle an der Fassade ins Freie führt.
- Schallschutz: Der Ventilator und die Luftführung werden so ausgelegt, dass keine störenden Geräusche im Gebäude entstehen.
Planung und Dimensionierung
Die Planung einer Radonabsaugung erfordert eine fachliche Beurteilung der örtlichen Gegebenheiten. Faktoren wie Untergrund, Gebäudegrösse, Abdichtung der Bodenplatte und die gemessenen Radonwerte bestimmen die Auslegung. Die Dimensionierung sollte durch eine qualifizierte Radonfachperson erfolgen.
Stromverbrauch und Wartung
Der Ventilator läuft in der Regel dauerhaft und benötigt Strom. Der Verbrauch ist vergleichsweise gering, sollte aber bei der Planung berücksichtigt werden. Eine regelmässige Wartung stellt sicher, dass das System dauerhaft wirksam bleibt. Dazu gehören die Kontrolle des Ventilators, die Überprüfung des Unterdrucks und die Sichtung der Ableitung.
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